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Geschichte von POSeidon

Im September 2006 wurde einer unserer in einem von unserer Firma bewachten Warenhaus tätiger Vermögensschutzmitarbeiter darauf aufmerksam, dass einer der Kassierer des Ladens nach der Endabrechnung verhältnismäßig häufig für einen Moment den Deckel vom Kassenzetteldrucker der Registrierkasse öffnet. Danach hat er, als kein Kunde an der Kasse war, in die Kasse gegriffen und von dort Geld herausgenommen.

Bei einer Prüfung des Falles haben unsere Mitarbeiter festgestellt, dass der Kassierer einen Fehler des Registrierkassensystems erkannt hatte. Der Gerätefehler zeigte sich darin, dass das Öffnen des Deckels vom Kassenzetteldrucker nach der Endabrechnung der Posten die Transaktion aus dem System gelöscht und dann auf dem Kassenzettel eine Null unter der Endsumme für die Posten gedruckt hat. Die Löschung der Transaktion wurde auf der Kundenanzeige nicht mehr angezeigt, dort stand auch weiterhin der Endbetrag.

Mit der Zeit hatte der Täter die Methode perfekt studiert und riss den Kassenzettel so ab, dass die Null nicht mehr drauf war, weshalb auch keine „Kassenzettelkontrolle” aufklären konnte, wie diese Tat verübt wurde.

Wir haben lange überlegt, wie man diesen Augenblick sichtbar machen könnte (z.B. mit einem am Kassenzetteldrucker angebrachten Öffnungssensor), bis wir uns schließlich für die Anzeige der Kassenzettelinformationen auf dem Bild von die Kassen überwachenden Kameras entschieden haben.

Wir haben eine Registrierkassen vom Typ Samsung gekauft und angefangen, mit der Anzeige der Kasseninformationen zu experimentieren. Im Handel sind mehrere Videokarten erhältlich, die auch zur Verarbeitung von Textinformationen geeignet sind, jedoch mussten wir bald darauf kommen, dass die Registrierkassenzeichen nicht so und nicht dort angezeigt werden, wo es zweckmäßig wäre.

Als ersten Schritt zur Lösung des Problems haben wir eine Softwareentwicklungsfirma mit der Erstellung des Konvertierungsprogramms beauftragt, aber das war keine befriedigende Lösung, weil sie es nur für unsere Registrierkasse vom Typ Samsung anfertigen konnten und auch das nicht in perfekter Form. Wir haben nach einer zuverlässigen und universellen Lösung gesucht, weshalb wir uns an die eigene Softwareentwicklung gemacht haben.

Als ersten Schritt haben wir ein Textkonvertierungsprogramm erstellt, das dazu geeignet ist, beliebige Zeichen jeglicher Registrierkasse in jeglicher Sprache (selbst in russischer oder chinesischer Sprache) in der Form zu bearbeiten, wie sie auf dem Kassenzettel erscheinen. Nach den ersten Erfolgen haben wir erkannt, dass durch die Trennung und Speicherung der Textinformationen der Videoaufnahmen eine Datenbank entsteht, in der auch Suchen möglich ist. Da haben wir aufgrund der von uns bearbeiteten, bezeichnenderweise an Kassen verübten 300 Fallstudien die Investigations-Software erstellt, die dazu geeignet ist, dass das System durch Modellieren der Tatmethoden die riskanten Transaktionen hervorhebt, aufgrund von deren visueller Kontrolle entschieden werden kann, ob ein Schaden oder Inventarfehlmengen verursachendes Vorkommnis geschehen ist.

Unser System entwickelt sich auch seither ständig, indem es sich erneuert und den neuen Tatmethoden und Auftraggeberansprüchen anpasst.